Die Rebsorte eines Weins zu erkennen ist nicht einfach, besonders wenn man kein großer Kenner ist. In Frankreich werden mehr als hundert Rebsorten für die Weinherstellung verwendet, doch nur ein gutes Dutzend macht über 80 % der bepflanzten Weinberge aus. Mit diesem Artikel geben wir Ihnen alle Tipps, um mit dem Erkennen der Rebsorten zu beginnen und herauszufinden, welche Ihnen gefallen und welche nicht.
Die Grundlagen
Zunächst sollte man die Farbe des Weins betrachten. Sie gibt uns durch ihren Ton Hinweise auf das Jahrgangsdatum des Getränks sowie auf die Dauer der Maischung. Sie kann auch helfen, eine Rebsorte direkt zu erkennen, aber Vorsicht, denn Alter und Terroir können die Farbe beeinflussen.
Als nächstes kommt die Nase ins Spiel, und ab jetzt kann man fünf Familien unterscheiden:
- Blumen, frische Früchte, Gewürze
- Kandierte Früchte
- Moschus, Unterholz, animalisch
- Empyreumatisch (holzartig, geröstet)
- Fehler (Essiggeruch, Korkgeschmack)
Farbe und Nase geben erste Hinweise auf die verwendeten Rebsorten bei der Weinherstellung, aber im Geschmack entscheidet sich alles.
Und wie schmeckt er?
Im Mund unterscheiden wir Rot- und Weißweine anhand von zwei Merkmalen: den Tanninen (enthalten in Rotweinen) und dem Säuregehalt (stark ausgeprägt bei Weißweinen). Diese beiden Elemente ermöglichen es, die Rebsorten in den jeweiligen Weinen zu erkennen.
Rotweine
Das Hauptmerkmal von Rotweinen sind die Tannine, also die adstringierende Wirkung, die sie erzeugen. Dieses Phänomen trocknet den Mund aus, macht die Zunge rau und lässt sie am Gaumen haften. Wenn dieses Gefühl sehr stark ist, spricht man von einem tanninreichen Wein. Andernfalls ist der Wein weich und die Tannine sind samtig.
Bei den Rebsorten sprechen wir nur von den bekanntesten, da es unmöglich wäre, alle zu nennen:
- Merlot zeichnet sich durch Aromen von Pflaume, Brombeere und in seltenen Fällen von Leder und Trüffel aus.
- Cabernet Franc durch Aromen von Himbeere, Brombeere, Lakritz und manchmal grüner Paprika.
- Pinot Noir ist bekannt für seine Aromen roter Früchte, insbesondere Kirsche. Mit der Zeit kann er pflanzliche oder tierische Nuancen entwickeln.
- Grenache ist bekannt für seine sehr ausgeprägten Lakritz- und Pfefferaromen sowie für Erdbeer- und Himbeeraromen.
- Cabernet Sauvignon weist leicht erkennbare Aromen von Cassis, Brombeere, Minze und grünem Paprika auf. Durch die Reifung entwickelt er Gewürz- und Zedernaromen.
- Syrah verfügt über Aromen von Oliven, Pfeffer, Cassis und Veilchen.
- Gamay ist eher süßlich mit Aromen von Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren.
Weißweine
Bei Weißweinen ist der Prozess ähnlich wie bei Rotweinen, mit einem Unterschied: Weißweine enthalten nur sehr wenig Tannine, da sie nicht mit der Traubenschale mazerieren. Aber durch die Säure kann man die Rebsorte erkennen.
Auch hier nennen wir nur die bekanntesten Rebsorten:
- Chardonnay besitzt Aromen von grünen Früchten wie Apfel.
- Sauvignon zeigt eher Aromen von Cassis und Zitrusfrüchten.
- Riesling kann Aromen von Blumen, Zitrusfrüchten und Apfel haben. Im Laufe seiner Entwicklung nimmt er petrolartige Noten an.
- Beim Gewürztraminer erkennt man Noten von Litschi, Gewürzen und Rose.
- Viognier offenbart Aromen von frischen Früchten wie Pfirsich oder Aprikose.
- Und schließlich bleibt Chenin eher bei Noten von Aprikose und Apfel.
Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass diese Aromen nur „theoretisch“ sind und lediglich Hinweise bei der Suche nach der verkosteten Rebsorte geben. Die Klimate und Terroirs können die Eigenschaften bestimmter Rebsorten verändern und somit auch deren Aromen beeinflussen.
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