Entgegen der landläufigen Meinung wurden Macarons in Italien und nicht in Frankreich erfunden! Diese kleinen Gebäcke entstanden im Mittelalter unter dem damaligen Namen maccherone (das italienische Äquivalent zu Macaron, was „feiner Teig“ bedeutet).
Woher stammen Macarons?
Sie wurden von Katharina von Medici nach Frankreich gebracht, die sie Herzog Anne de Joyeuse bei dessen Hochzeit im Jahr 1581 schenkte. Einige Jahrzehnte später, 1660, kam ein Konditor aus Saint-Jean-de-Luz auf die Idee, sie eigens für die Hochzeit von König Ludwig XIV. herzustellen. Von da an begannen Macarons, ihren Platz in der französischen Gastronomie einzunehmen.
Das Macaron, wie wir es heute kennen, gibt es jedoch erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Bis dahin handelte es sich lediglich um einen einfachen Keks. 1830 wurde das berühmte Pariser Macaron erfunden, das aus zwei mit Ganache verbundenen Biskuitschalen besteht. Heute wird dieses Macaron aus Mandelpulver, Zucker und Eiweiß hergestellt. Es ist rund, außen körnig und knusprig sowie innen cremig und zartschmelzend.
Dieses heute international bekannte Rezept wurde vielfach abgewandelt. Jede Variante weist unterschiedliche Eigenschaften auf und sollte daher nicht auf dieselbe Weise kombiniert werden.
Warum Champagner zu Macarons trinken?
Es gibt sehr viele Macaron-Sorten. Da sie oft sehr süß sind, ist es manchmal schwierig, ein Getränk zu finden, das für einen ausgewogenen Geschmack sorgt. Alle Weinarten können grundsätzlich passend zu Macarons kombiniert werden.
Üblicherweise werden sie jedoch mit Champagner genossen, dem Alkohol, der ihre Finesse am besten hervorhebt (und der ebenso wie das Macaron ein luxuriöses Image hat). Die Perlage des Champagners sorgt für Frische und Leichtigkeit, um die Süße dieses kleinen Gebäcks auszugleichen und es nicht zu schwer wirken zu lassen.
Diese Kombination funktioniert so gut, dass manche Konditoren sogar Macarons mit Champagnergeschmack anbieten! So etwa die in mehreren französischen Städten vertretene Boutique „Le Monde du Macaron“. Wenn Sie in deren Champagner-Macarons beißen, spüren Sie tatsächlich die unter der Zunge prickelnden Bläschen.
Für welche Art von Champagner sollte man sich entscheiden?
Die Empfehlungen gehen oft in Richtung eines süßen oder halbtrockenen Champagners, da ein Brut dazu neigt, einen zu starken Kontrast zur Süße des Macarons zu bilden und ihm eine bittere Note zu verleihen. Dabei handelt es sich jedoch um eine allgemeine Empfehlung. Bei einem Macaron mit dezentem Geschmack passt ein Brut durchaus sehr gut und verleiht ihm zusätzliche Frische.
Wenn Sie sich für Macarons mit roten Früchten wie Himbeere oder schwarzer Johannisbeere entscheiden, ist ein Rosé-Champagner mit Aromen roter Früchte ideal. Diese Ton-in-Ton-Kombination bringt die Fruchtnoten besonders gut zur Geltung und sorgt für eine leichte, luftige Note. Für weitere Kombinationsideen: Ein Macaron mit blumigem Geschmack, beispielsweise Rose oder Veilchen, harmoniert sehr gut mit einem Champagner „Zéro dosage“, also einem sehr zuckerarmen Champagner. Ein Macaron auf Likörbasis passt gut zu einem Jahrgangschampagner, der den Likörgeschmack am Gaumen hervorhebt. Ein Macaron mit exotischen Früchten wie Litschi oder Kokosnuss kann schließlich mit einem Rosé Brut genossen werden.
Entscheidend ist vor allem, einen Champagner zu wählen, der Ihrem Geschmack entspricht. Nicht jeder nimmt bei einer Verkostung dasselbe wahr. Deshalb geht es in erster Linie darum, ein echtes Geschmackserlebnis zu genießen und Lust auf eine Wiederholung zu bekommen. Um den Geschmack und die Aromen der Macarons zu intensivieren, empfiehlt es sich, den Champagner gut zu kühlen. Anschließend empfehlen wir, mehrere Kombinationen auszuprobieren, um herauszufinden, was Ihnen am besten gefällt.
Online-Verkostungen von Champagner und Macarons
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